Des Kaisers neue Kleider

2015   

VON HEIKE SCHERER  mit freundlicher Genehmigung der Friedberger Allgemeinen vom 2.11.15

 

Ein Klassiker zieht in seinen Bann

Premiere Die Meringer Marionettenbühne zeigt das Märchen „Des Kaisers neue Kleider". Was dem Publikum besonders gefiel

 

Mering Viel Beifall und Worte des Lobes zollte das Publikum den Puppenspielern und Sprechern des Tonbildes bei der Premiere der  Marionettenbühne Mering. Zum ersten Mal entschied sich das Team, nicht ein Grimm'sches Märchen, sondern das Märchen „Des Kaisers neue Kleider" von Hans Christian Andersen aufzuführen. Sogar für Zusatztermine im Januar liegen dem Team Anfragen vor.

Mucksmäuschenstill verfolgten zahlreiche Kinder in den ersten Reihen die Premiere, doch auch Erwachsene amüsierten sich bei dem Puppenspiel von 15 verschiedenen Marionetten. Als Ehrengäste waren Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und der langjährige Vorsitzende der Volksbühne, Martin Schallermeir, der Einladung gefolgt. Sie lobten die humorvolle Umsetzung des Märchens. „Eine charmante Aufführung" war es für Pfarrerin Carola Wagner. Angelika Albrecht-Schaffer vom Verband der bayerischen Amateurtheater und Vorsitzende des Bezirksfigurentheaters freute sich über ihren ersten Besuch in Mering und bewunderte die schön gestalteten Figuren und Kulissen des neuen Bühnenstücks.

 

 

Als das Tonbild anfangs für viele Zuschauer zu leise war, reagierte Regieleiterin Ellinor Danzfuß unverzüglich. „Bei den Proben war die Lautstärke in Ordnung, aber ich merkte sofort, dass viele Gäste den Text nicht gut verstehen", erklärte sie ihr schnelles Eingreifen. Mit Flötenstücken, zum Teil selbst komponiert, überbrückte Patricia Fleig die Umbauarbeiten hinter der Bühne.

Die Idee der Autorin Viktoria Hartmuth, einem Gaukler die Erzählerrolle zu geben, der manchmal alleine auf der Bühne steht, mitunter auch zu einer Szene hinzutritt, kam beim Publikum sehr gut an. Auch ihre Einkleideszene, bei der sie den Gauner Fritzl führt und dem König die „kostbaren Gewänder" anlegt, wirkte sehr gelungen und erhöhte die Spannung bis zum Erscheinen des Kaisers und seiner Tochter auf dem Balkon des Schlosses. Viktoria Hartmuth übernahm bei der Premiere die Rolle des Gauners Fritzl und wirkt bei allen Vormittagsaufführungen für Schulen und Kindergärten mit.

Da sich die Gauner mit ihrem Esel und dem Gold schnell aus dem Staubmachen, verdienen sich zwei Kinder bei der Rückgabe eines Sackes an den Kaiser einen großen Finderlohn. Die Prinzessin muss das Spinnen erlernen, so hatte es ein Interessent als Bedingung für eine spätere Heirat gefordert,

 

Bericht von Heike Scherer Friedberger Allgemeine vom 17.9.15

Nicht nur für Kinder

Volksbühne Mering Ab jetzt ist die Anmeldung für „Des Kaisers neue Kleider" in Mering möglich

 Die Arbeiten für das Marionettenstück „Des Kaisers neue Kleider" frei nach Hans Christian Andersen sind beendet. Inzwischen proben die Mitglieder der Volksbühne für die Aufführungen und bitten die Schulen und Kindergärten, ihre Gruppen telefonisch anzumelden. „Ab 9. November spielen wir zweimal täglich außer mittwochs. Schon acht Kindergärten und eine Schule haben bei mir ihren Termin gebucht", berichtet Viktoria Hartmuth von der Volksbühne Mering. Diese sucht derzeit auch noch einen Puppenspielerhelfer für das Vormittagsteam.

Die Mitglieder der Volksbühne haben dieses Mal entschieden, kein Grimm'sches Märchen aufzuführen. Viktoria Hartmuth schrieb das Textbuch zu dem Andersen-Märchen. Unter ihrer Anleitung wurden auch die neuen Marionetten gebaut und eingekleidet. Als pensionierter Kunstlehrer kümmerte sich Hans Scheitzenhammer um das Bühnenbild und die Requisiten.

Tonbild und Regie übernahm wieder Ellinor Danzfuß, die durch ihre Ausbildung als Sprecherin und Radiomoderatorin in München die besten Voraussetzungen für diese Aufgabe erfüllt. Sie selbst spricht die Rolle der Prinzessin. Während ihre Mutter die Puppen führt, lieh ihr Vater einem armen Mann seine Stimme. Auch zwei Mitglieder aus den eigenen Reihen übernahmen die Sprecherrollen als Marktweib und arme Frau. Für den Kaiser fand sie Hermann Pauls tiefe Stimme hervorragend geeignet. Die Rolle des Ministers Hellenbrecht gab sie Wolfgang Güntel und war bereits nach der ersten Aufnahme zufrieden. Ehemalige Schüler der Luitpoldschule, die jetzt die 5. Klasse besuchen, wirkten ebenfalls beim Tonbild mit.

Besonders wichtig sind die beiden faulen Gesellen, die den Kaiser und seinen Hofstaat betrügen: der blonde schlaue Fritzl und der braunhaarige dusselige Heini. Veit Bolling und Hans Scheitzenhammer nahmen sich der anspruchsvollen Rollen an. Ein Gaukler führt das Publikum als Erzähler durch die etwa einstündige Geschichte mit vielen Lachszenen, die Viktoria Hartmuth durch zwei weitere Szenen ergänzte.

Download    Flyer zur Aufführung 2015      hier
21.7.15 Marionettenbühne stellt den Kaiser vor
 In Mering hängen die Puppen schon an den Fäden für das neue Stück. Vorbereitungen für neues Stück laufen auf Hochtouren
 
Während alle Welt sich schon auf die großen Sommerferien freut, laufen bei der Volksbühne Mering längst die Vorbereitungen für die Spielsaison im kommenden Herbst. Neue Kulissen sind in Arbeit, das Tonbild fast fertig und die insgesamt 15 neuen Marionetten bald alle eingekleidet und an „den Strippen".
 
Frei nach Hans Christian Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider" werden nachdenkliche und lustige Szenen zu sehen sein. Auch ein alter Bekannter der Bühne, der Esel, noch von Kurt Schiller gebaut, ist wieder einmal anzutreffen. Besonders unterhaltsam ist das Stück für die Kindergärten und Schulen der Region;
 
Ab September, noch während der Ferien kann man unter Telefon 08233/846619 für Gruppen während der Schulzeit im November (plus erste Dezemberwoche wegen der späten Herbstferien) reservieren. Die Wochenendvorstellungen können dann ab Oktober reserviert werden unter der Telefonnummer 08233/789141 oder über die Webseite
http://www.volksbuehne-mering.de
 
2015 kommt das Märchen Des Kaisers neue Kleider zur Aufführung. Es ist eine völlige Neuinszenierung, über die bereits in der Friedberger Allgemeinen berichtet wurde

12.5.15 Neue Kulissen für Des Kaisers neue Kleider"

 Mit freundlicher Genehmigung der Friedberger Allgemeinen VON HEIKE SCHERER

Im November nach den Herbstferien und noch die erste Dezemberwoche wird in diesem Jahr ein Märchen frei nach Hans Christian Andersens, „Des Kaisers neue Kleider", bei der Meringer Marionettenbühne auf dem Programm stehen. Schon mit der Inszenierung des Weihnachtskurzstückes „Sterntaler" konnte die Bühne zeigen, dass auch in neuer Besetzung die kreative Arbeit mit den Marionetten weitergeht. Die beliebten Stücke von Martin Schallermeir werden weiterhin zur Abwechslung gezeigt. Wie viel Arbeit ein neues Marionettenstück erfordert, zeigt sich erst während der Entwicklung.
 
Schon seit dem letzten Winter sind die Vereinsmitglieder damit beschäftigt, die Spielkreuze, mit denen die Marionetten geführt werden und Rohlinge für die Puppen herzustellen. Jetzt modellieren sie jeden Mittwochvormittag Köpfe, Hände und Füße. Eine zweite Gruppe setzt die Arbeit am Abend fort. Kurt Schiller, der bisher Hände und Füße und die Rohlinge sowie alle Tiere der Aufführungen herstellte, steht dem Team weiterhin beratend zur Seite. Im Aufführungsraum ist Hans Scheitzenhammer dabei, die Kulissen für das neue Märchen zu malen. Einen Marktstand und das Volk, das am Schluss über den Kaiser lacht, hat er schon vollendet und ist gerade mit einer Waldkulisse beschäftigt.„Vor zwei Jahren gab uns Kurt  Schiller einen Marionettenbaukurs und als ich damals einen Kaiser fertigte, hatte ich die Idee für das nächste Märchen. In der Weihnachtszeit saß ich circa vier Wochen über dem Textbuch", erzählt Viktoria Hartmuth.
 
Aus dem nur eineinhalb Seiten langen Märchen ist eine einstündige Vorstellung entstanden, die den aktiven Mitgliedern beim Vorlesen gleich gut gefiel. Zu der Vorlage aus dem Märchenbuch bevölkern noch zwei waschechte Marktfrauen und das unter der Prunksucht leidende Bauerndorf die Szenen. Ein Schattenspiel wird auch eine Rolle spielen. Die zwei Handwerker Fritzl und Heini, die den Kaiser betrügen, werden dem Zuschauer vielleicht sogar sympathisch vorkommen. Sie sind zwei faul gewordene Gesellen, die ohne Arbeit Geld verdienen wollen und denen es gelingt, alle Bewohner des Schlosses an der Nase herumzuführen.

Ein lustiges Stück für Kinder ab drei Jahren

Das lustige Stück ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. Für das Tonbild ist wieder Regieleiterin Ellinor Danzfuß verantwortlich. Sie konnte die Kinder der Luitpoldschule, die bei „Sterntaler" mitgewirkt haben, erneut für das kommende Marionettenstück gewinnen. Den Handwerkergesellen Fritzl spricht Veit Bolling, den bestimmt viele vom bunten Abend im Papst-Johannes-Haus her kennen, den Heini übernimmt Hans Scheitzenhammer.  Hermann Paul leiht dem Kaiser seine Stimme und Cilly Stadtherr von der Merchinger Bühne war nicht beleidigt, als die Vereinsmitglieder sie fragten, ob sie eine keifende Marktfrau übernehmen würde. Bald schon werden die Nähkundigen unter den Aktiven die Kleidung für die 'Marionetten anfertigen, sodass sie zuletzt aufgefädelt werden können. Nach den Sommerferien beginnen die Proben für die Aufführung.